Aktuelles
Unseren aktuellen Newsletter, den Rückblick auf unser letztes Netzwerktreffen oder die Ankündigung eines Vernetzungsanlasses: hier finden Sie Informationen zu allen Neuigkeiten.
Ausblick: Netzwerktreffen Deutschschweiz vom 29. September 2026
Unser diesjähriger Netzwerkanlass in der Deutschschweiz (auf Deutsch) findet am Dienstag, 29. September 2026 nachmittags im Neubad in Luzern statt. Der Anlass richtet sich an Mitglieder des Netzwerks und alle Interessierten aus dem Kulturbereich. Gemeinsam gehen wir der Frage nach: Wie gelingt es, Kulturprojekte von Grund auf inklusiv zu gestalten? Unsere Referierenden zeigen anhand konkreter Beispiele, wie eine Ausstellung partizipativ entwickelt wird und wie ein lebendiges Kulturhaus Inklusion im Alltag verankert. Es erwarten Sie Inputs, praxisnahe Übungen und eine Führung durch den Veranstaltungsort. Der Tag endet mit einem gemütlichen Apéro.
Wann & Wo
Datum: Dienstag, 29. September 2026
Zeit: 13:00 – 18:00 Uhr (Türöffnung 13:00 Uhr, Beginn 13:30 Uhr)
Ort: Netzwerk Neubad, Bireggstrasse 36, 6003 Luzern, Schweiz
Programm (Änderungen vorbehalten)
13.00 Uhr Türöffnung
13.30 Uhr Begrüssung und Einführung
13.45 Uhr TOUCHDOWN 21 Input
14.45 Uhr Pause
15.00 Uhr TOUCHDOWN 21 Workshop
16.30 Uhr Pause
16.45 Uhr Neubad Führung
17.15 Uhr Neubad Input
18.00 Uhr Abschlussrunde
18.15 Uhr Ende offizielles Programm und Beginn Apéro
19.00 Uhr Ende der Veranstaltung
Inputs: Vorschau
- Input 1: TOUCHDOWN 21 – Partizipativ und verständlich
Natalie Dedreux und Anne Leichtfuss geben Einblick in die Planung der Ausstellung TOUCHDOWN 21 (2016–2018) und das gleichnamige partizipative Forschungsprojekt. Im Zentrum stehen Fragen wie: Wie gelingt es, eine Ausstellung partizipativ und für alle verständlich zu gestalten? Wie treffen Menschen mit und ohne Down-Syndrom gemeinsam Entscheidungen über Themen, Exponate und Präsentation? Und wie kann Sprache so eingesetzt werden, dass sie möglichst für alle zugänglich ist? Die Ausstellung wurde an mehreren Orten gezeigt, darunter im Zentrum Paul Klee in Bern.
Im anschliessenden Workshop vertiefen die Teilnehmenden die vorgestellten Ansätze anhand praxisnahen Gruppenaufgaben. - Input 2: Neubad – Inspiration durch Vielfalt
Nadine Halter und Mitarbeitende stellen das Neubad vor. Im ehemaligen Hallenbad der Stadt Luzern finden jährlich über 300 Kulturveranstaltungen statt. Das lebendige Kulturhaus macht sein Angebot möglichst vielen Menschen zugänglich und lebt Inklusion im Alltag unter dem Slogan „Inspiration durch Vielfalt – Haus der offenen Kulturen“.
Seit 2022 arbeitet das Neubad im Kooperationsprojekt „vereinbar“ mit der Stiftung Rodtegg zusammen und bietet geschützte Arbeitsplätze mitten im Kulturbetrieb an. Eine Führung durch ausgewählte Räumlichkeiten ergänzt den Input und ermöglicht einen Einblick in die gelebte inklusive Praxis vor Ort.
Teilnahme & Anmeldung
Für Mitglieder des Netzwerks ist die Teilnahme kostenlos (max. 2 Personen pro Institution).
Nicht-Mitglieder bezahlen CHF 140.– pro Person; IV-Bezüger*innen: CHF 40.–.
Die Rechnungsstellung erfolgt per Mail.
Hier geht es zur Anmeldung: Netzwerkanlass «Kultur inklusiv» 2026 - Fachstelle Kultur inklusiv
Anmeldeschluss ist der 22. September 2026. Die Platzzahl ist beschränkt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.
Anreise
Das Neubad Luzern liegt zu Fuss ca. 10 Minuten vom Bahnhof Luzern entfernt. Mit dem öffentlichen Verkehr nehmen Sie ab Bahnhof Luzern Bus Nummer 4, Kante C, Richtung Hubelmatt bis Haltestelle Steghof. Öffentliche Parkplätze sind in Gehdistanz vorhanden.
Adresse: Netzwerk Neubad, Bireggstrasse 36, 6003 Luzern
Zugänglichkeit
Das Neubad ist mehrheitlich rollstuhlgängig. Eine Gebärdensprachverdolmetschung ist organisiert, eine Rückzugszone ist vorhanden. Alle Informationen zur Zugänglichkeit finden Sie über den Link zur Anmeldung.
Haben Sie weitere Unterstützungsbedürfnisse? Teilen Sie uns diese gerne bei der Anmeldung mit und wir setzen sie bestmöglich um.
Ausblick: Netzwerkanlass Romandie 24. November 2026
Gerne möchten wir Sie zum Netzwerkanlass der Fachstelle Kultur inklusiv in der Westschweiz einladen. Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 24. November 2026, im Laténium in Hauterive statt und richtet sich an die Mitglieder des Netzwerks sowie alle Interessierten aus dem Kulturbereich. Im Zentrum steht die Frage, wie wir den Inklusionsgedanken bereits bei der Konzeption von kulturellen Projekten einbeziehen können, um ihn nachhaltig in unserer Praxis zu verankern.
Wir freuen uns, die «Compagnie de l’Oiseau-Mouche» willkommen heissen zu dürfen: das erste Theaterensemble in Europa, das Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit gegeben hat, als darstellende Künstler*innen zu wirken. Sie wird uns eine Präsentation und zwei Workshops anbieten. Anschliessend werden das Laténium und das Château de Prangins, der Sitz des Schweizerischen Nationalmuseums in der Westschweiz, über ihre Erfahrungen berichten: über besondere Herausforderungen, entwickelte Vorgehensweisen und Zukunftsperspektiven. Danach stehen Führungen durch das Laténium auf dem Programm, bei denen verschiedene Aspekte im Zusammenhang mit der Inklusion beleuchtet werden. Zum Abschluss folgt ein geselliger Apéro, der zum Austausch und weiteren Gesprächen einlädt.
Wann & wo
Datum: Dienstag, 24. November 2026
Zeit: 12:30–18:45 (Türöffnung 12:30, Beginn 13:00)
Ort: Laténium, Park und Archäologiemuseum, Hauterive
Sprache: Französisch
Programm (Änderungen vorbehalten)
12:30: Türöffnung
13:00: Begrüssung und Einführung
13:15: Präsentation der Compagnie de l’Oiseau-Mouche
14:15: Pause
14:30: Workshops der Compagnie de l’Oiseau-Mouche
- Analyse des Theaterstücks Loin dans la mer mit einem/einer Schauspieler*in
- Immersiver Theater-Workshop
16:00: Pause
16:15: Ein Blickwechsel zwischen dem Laténium und dem Château de Prangins – Schweizerisches Nationalmuseum: Inklusion als nachhaltige Praxis in den Museen etablieren
16:55: Führungen durch das Laténium mit Fokus auf Barrierefreiheit und die damit verbundenen Herausforderungen
- Taktile und beschreibende Führung: Barrierefreiheit im Laténium erleben
- «L’île de Sable» und die koloniale Sklaverei: ein sensibles Thema im Museum ansprechen
- Besuch mit eingeschränkter Mobilität: Anpassungen und Herausforderungen
17:45: Apéro
18:45: Ende der Veranstaltung
Unsere Referierenden:
Compagnie de l’Oiseau-Mouche (Roubaix, Frankreich)
Die Compagnie de l’Oiseau-Mouche, die mit ihrem einzigartigen Projekt im Bereich der darstellenden Kunst eine Vorreiterrolle in Frankreich einnimmt, verfolgt seit fast 50 Jahren einen professionellen künstlerischen Ansatz, der Schauspieler*innen mit kognitiver oder psychischer Behinderung und renommierte Regisseur*innen zusammenbringt.
Anhand einer Präsentation und des Erfahrungsberichts eines Schauspielers bzw. einer Schauspielerin wird die Compagnie de l’Oiseau-Mouche ihre Geschichte, ihre Arbeitsweise und ihre Vision von künstlerischem Schaffen vorstellen. Danach haben die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, die Arbeitsmethode unseres Gastes in zwei aufeinanderfolgenden Workshops konkret kennenzulernen. Dabei können Sie den Entstehungsprozess des Stücks Loin dans la mer erkunden und den künstlerischen Ansatz der Compagnie in einem immersiven Theater-Workshop selbst ausprobieren.
Laténium
Das Laténium ist das grösste archäologische Museum der Schweiz und zugleich das wichtigste Informationszentrum über die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Pfahlbauten am Neuenburgersee. Seine Dauerausstellung umfasst mehrere Tausend Objekte, die hauptsächlich aus Ausgrabungen im Kanton Neuenburg stammen und einen Einblick in die Entwicklung der menschlichen Gesellschaften in dieser Region ermöglichen. Das Museum organisiert zudem jedes Jahr Wechselausstellungen, die den Zugang zur Archäologie erweitern, und bietet ein reichhaltiges Kulturprogramm. In diesem Jahr feiert das Laténium, das an der Schnittstelle zwischen Forschung, Wissensvermittlung und Dialog mit der Gesellschaft angesiedelt ist, sein 25-jähriges Bestehen.
Château de Prangins
Das Château de Prangins ist ein Baudenkmal von nationaler Bedeutung und das grösste für die Öffentlichkeit zugängliche Gebäude aus dem 18. Jahrhundert in der Schweiz. Seit 1998 ist es der Westschweizer Sitz des Schweizerischen Nationalmuseums und beherbergt mehrere Dauerausstellungen, die die Geschichte der Schweiz und dieses Schlosses erzählen. Mit seinem fünf Hektar grossen Areal, das einen Park mit Linden-Quincunx, eine Streuobstwiese und einen bemerkenswerten historischen Gemüsegarten umfasst, ist es ein beliebtes Ausflugsziel und ein einzigartiger Ausstellungsort, der Kultur und Natur verbindet.
Kosten und Anmeldung
Für Mitglieder des Netzwerks ist die Teilnahme kostenlos (max. 2 Personen pro Institution). Nicht-Mitglieder bezahlen CHF 140.– pro Person, IV-Bezüger*innen CHF 40.–. Die Rechnungstellung erfolgt per Mail.
Anmelden: Rencontre du réseau « Culture Inclusive » 2026 - Service Culture Inclusive
Anmeldeschluss ist Donnerstag, 5. November 2026. Die Platzzahl ist beschränkt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.
Anreise
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert die Fahrt vom SBB-Bahnhof Neuchâtel bis zum Eingang des Laténium insgesamt rund 30 Minuten.
Wenn Sie mit dem Auto kommen, können Sie auf dem nahe gelegenen Parking Port d'Hauterive (0.50 Fr./Stunde) parkieren.
Adresse: Le Laténium, Espace Paul Vouga, 2068 Hauterive
Zugänglichkeit
Das Laténium ist weitgehend rollstuhlgängig. Weitere Informationen zur Zugänglichkeit finden Sie hier.
Haben Sie weitere Unterstützungsbedürfnisse? Dann teilen Sie uns diese im Anmeldeformular mit.
Rückblick : Online-Schulung auf Französisch am 25. Juni 2026
Unsere zweite Online-Fortbildung des Jahres 2026 fand am Donnerstag, dem 25. Juni 2026, auf Französisch statt. Sie widmete sich den Werdegängen von Künstler*innen mit Behinderung und der Rolle inklusiver Kulturinstitutionen in ihrem künstlerischen Schaffensprozess.
Künstler*innen mit Behinderung berichteten uns von ihren Herausforderungen und Erfolgen und erläuterten, wie inklusive Kulturinstitutionen sie in ihrem kreativen Prozess unterstützen und ihnen ermöglichen, sich außerhalb akademischer Laufbahnen beruflich zu etablieren. Wir konnten beobachten, wie durch diesen Prozess des gegenseitigen Lernens neue künstlerische Ansätze entstehen.
Florence Proton ist Co-Leiterin des Ausbildungsprojekts Delta in Sierre und Lausanne. Zusammen mit Klersu Turhan, einer sehr engagierten Teilnehmerin, stellte sie uns die von Delta angebotene vorberufliche Ausbildung im Bereich der darstellenden Künste vor, die sich an atypische Künstler*innen richtet (Menschen mit Behinderungen, neurodivergente Menschen sowie Menschen mit ungewöhnlichen Lebensläufen).
Maya Schüpbach ist eine Malerin, die mit Mischtechniken arbeitet. Sie stellte in der Galerie Syndrome Artistique aus, die gemeinsam von den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Isabelle Steffen und Cristina Ferrari Balzaretti geleitet wird. Diese permanente Galerie, die autistischen Künstlern gewidmet ist, hebt deren Kreativität durch Kunstausstellungen hervor.
Rückblick: Online-Schulung März 2026
Am 30. März fand unsere erste Online-Schulung 2026 statt. Die Schulung widmete sich dem Thema «Werdegänge von Künstler*innen mit Behinderungen und die Rolle inklusiver Kulturinstitutionen». Unsere Referierenden zeigten auf, wie solche Institutionen ihr kreatives Schaffen unterstützen, Professionalisierung abseits klassischer Akademien ermöglichen und durch wechselseitiges Lernen neue künstlerische Positionen entstehen lassen.
Cornelia Jungo, Tänzerin bei BewegGrund, berichtete von ihrer Tanzkarriere mit Glasknochenkrankheit. Susanne Schneider, Künstlerische Leiterin und Mitbegründerin von BewegGrund, ergänzte mit Einblicken in die Arbeit des Vereins, der seit 1998 inklusiven Tanz fördert.
Clemens Wild, ausgezeichnet mit dem Euward-Kunstpreis, präsentierte sein vielseitiges Werk. Seine Kunst entsteht im Atelier Rohling. Sophie Brunner, Leitung des Atelier Rohling, zeigte, wie das Gemeinschaftsatelier künstlerische Koexistenz lebt und die verschiedenen Formate, die daraus entstanden sind.
Dazwischen tauschten sich die Teilnehmenden rege miteinander aus und stellten brennende Fragen an die anwesenden Expert*innen.
Rückblick: Netzwerkanlass Romandie vom 10. November 2025
Am 10. November 2025 fand das Netzwerktreffen auf Französisch in Lausanne bei unserem Netzwerkmitglied Plateforme 10 statt. Im Fokus standen Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen im Kulturbereich.
Unter dem Titel «Inklusive Arbeitsorte gestalten: Mitarbeitende mit Behinderungen im Kulturbereich» tauschten sich Fachpersonen, Vertreter*innen von Kulturinstitutionen und Menschen mit Behinderungen über Chancen, Herausforderungen und konkrete Erfahrungen aus.
Das Programm bot praxisnahe Einblicke:
- Die IV-Stelle stellte rechtliche Grundlagen, Tools und Unterstützungsangebote vor, die Arbeitgebende beim Anstellen von Menschen mit Behinderungen nutzen können.
- Pro Infirmis Vaud präsentierte gemeinsam mit dem Angebot insertH Beispiele aus der Praxis – darunter Erfahrungsberichte von Institutionen und Mitarbeitenden, die inklusive Beschäftigung leben.
- Das Programm Passerelle Culturelle zeigte in einer Podiumsrunde, wie die Ausbildung Teilnehmende auf eine Tätigkeit im Kulturbereich vorbereitet.
Im Anschluss an den offiziellen Teil bot ein Apéro Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung.
Rückblicke zu weiteren vergangenen Netzwerktreffen finden Sie hier, ältere Newsletter hier, und die Themen früherer Schulungen hier.

