Schweizer Künstler*innenbörse

Publikum im grossen Schadausaal des KKThun während eines Kurzauftritts von zwei Künstler*innen an der Schweizer Künstler*innenbörse 2023. © Marion Bernet
Ort: Thun
Netzwerkmitglied: seit 2025
Webseite : https://www.kuenstlerboerse.ch/
Die Schweizer Künstler*innenbörse (SKB) ist die nationale Plattform für Bühnenkunstschaffende und Veranstaltende. Mit einem Crashkurs in Gebärdensprache und weiteren Massnahmen macht sie erste Schritte auf dem Weg zu mehr Inklusion – gemeinsam mit Fachstellen, Partnerinstitutionen und den beteiligten Communities. 2026 ist zudem sowohl im Moderationsteam als auch im freiwilligen Team eine Person mit Behinderung vertreten.
Schweizer Künstler*innenbörse
Die Schweizer Künstler*innenbörseist die nationale Plattform für Bühnenkunstschaffende und Veranstaltende aus allen Sprachregionen der Schweiz. Sie findet seit den 1970er-Jahren jährlich statt und wird heute in Thun durchgeführt. Die Schweizer Künstlerinnenbörse wird von t. Theaterschaffen Schweiz, dem Berufsverband der freien Darstellenden Künste, organisiert. Bis 2018 wurde die Veranstaltung vom Verband KTV ATP getragen; seit der Fusion von KTV ATP und ACT ist t. für die Durchführung verantwortlich. An der Künstler*innenbörse präsentieren Bühnenkunstschaffende – insbesondere Mitglieder von t. – ihre Produktionen Fachveranstaltenden, knüpfen Kontakte und vermitteln Gastspiele. Seit 2025 entwickelt die Schweizer Künstler*innenbörse schrittweise konkrete Massnahmen, um ihre Veranstaltung für Menschen mit Behinderungen zugänglicher zu gestalten und Inklusion als festen Bestandteil ihrer Arbeit zu verankern.
Kulturelles Angebot
Seit 2025 setzt die Schweizer Künstler*innenbörse einen inhaltlichen Schwerpunkt auf Inklusion. Geplant sind 2026 unter anderem ein Crashkurs in DSGS-Gebärdensprache sowie eine durch Dolmetscher begleitete Präsenz des Vereins movo in der Exposition+. Zudem werden die Juryprozesse weiterentwickelt, damit Bewerbungen inklusiver Gruppen besser wahrgenommen und angemessen berücksichtigt werden können.
Inhaltlicher Zugang
Gemeinsam mit der Fachstelle Kultur Inklusiv und weiteren Fachpartner*innen prüft die Schweizer Künstler*innenbörse, wie Kurzauftritte und Programmpunkte inklusiver gestaltet werden können. Ein besonderer Fokus liegt auf der Vermittlung in einfacher Sprache, um Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen den Zugang zur Vielfalt der Bühnenkunst zu erleichtern.
Baulicher Zugang
Der Festivalstandort, das Kultur- und Kongresszentrum Thun (KKThun), ist barrierefrei zugänglich und bietet unter anderem reservierte Rollstuhlplätze sowie induktive Höranlage im Schadausaal. Neben der publikumsseitigen Zugänglichkeit sind auch der Bühnenbereich und die Künstler*innen Garderoben hindernisfrei erreichbar, sodass das KKThun ebenfalls für auftretende Kunstschaffende mit Behinderungen zugänglich ist. Auch das Büro von t. Theaterschaffen Schweiz im PROGR Bern ist für Menschen im Rollstuhlhindernisfrei erreichbar. Für die kommenden Jahre plant die Schweizer Künstler*innenbörse eine noch umfassendere Betrachtung der Zugänglichkeit für Publikum, Kunstschaffende und Mitarbeitende.
Arbeitsangebote
Bereits heute engagiert sich eine Person mit Behinderungen im freiwilligen Helfer*innen-Team, das insgesamt rund 30–35 Personen umfasst. Zudem wird 2026 erstmals ein Rollstuhlfahrer Teil des Moderationsteams sein. Ab 2027 prüft die Schweizer Künstler*innenbörse inklusive Arbeitsmöglichkeiten: ein entlöhnter Beirat aus Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen bei t. sowie die Prüfung eines entlöhnten Praktikums für eine Person mit Behinderung. Zusätzlich werden Sensibilisierungskurse für das Team und die Freiwilligen in Betracht gezogen, um das Bewusstsein für unterschiedliche Bedürfnisse weiter zu stärken.
Kommunikation
Bis 2027 überprüft und optimiert die Schweizer Künstler*innenbörse ihre Kommunikationsmittel hinsichtlich Barrierefreiheit gemeinsam mit Fachpersonen mit Behinderungen: Lesbarkeit, digitale Zugänge, Zielgruppenansprache und Leichte/einfache Sprache. Kurze, verständliche Inhaltszusammenfassungen werden Bestandteil des Programms.

