Schweizerisches Blindenmuseum
![[Translate to Französisch:] Zwei Kinder laufen aneinander vorbei. Beide tragen eine Augenbinde und ertasten mittels Langstock den Weg vor sich. [Translate to Französisch:]](/fileadmin/user_upload/zwei_Kinder_am_Langstocklaufen.jpg)
[Translate to Französisch:] Verstehen durch Erleben: Das Gehen mit Langstock unter der Dunkelbrille fördert das Bewusstsein für die Herausforderungen und Fähigkeiten blinder Menschen. Ein Perspektivenwechsel, der bewegt. © Schweizerisches Blindenmuseum
Lieu: Zollikofen
Membre du réseau : depuis 2026
Label: 2021 - 2024
Site web:
ww.blindenmuseum.ch
«anders sehen»: unter diesem Motto lädt das Schweizerische Blindenmuseum Sie ein, die Welt aus der Perspektive von blinden und sehbehinderten Menschen zu entdecken. Der Pavillon auf dem Gelände der Blindenschule Zollikofen ist ein Begegnungs- und Lernort, der sinnliche Erfahrungen rund um das Sehen vermittelt. Barrierefreie Zugänge ermöglichen auch Menschen mit anderen Behinderungsformen einen inklusiven Museumsbesuch.
Schweizerisches Blindenmuseum
Das Schweizerische Blindenmuseum geht auf die historische Sammlung von Dr. h.c. Theodor Staub (1864–1960) zurück, die er der Blindenschule Zollikofen vermachte. Nach einer provisorischen Ausstellung unter dem Titel anders sehen wurde 2020 ein Neubau eröffnet. Heute verbindet das Museum die Geschichte des Blindenwesens mit interaktiven Erlebnissen und rückt die Perspektiven blinder und sehbehinderter Menschen in den Mittelpunkt.
Offre culturelle
Das Museum lädt in vier Erlebnisräume ein: Videoporträts blinder und sehbehinderter Menschen geben persönliche Einblicke in ihren Alltag. Ein Dunkelraum mit Hörspiel und Taststationen ermöglicht neue Sinneserfahrungen. Die Geschichte der Blindenpädagogik wird multimedial und mit berührbaren Originalobjekten vermittelt. An interaktiven Workshop-Tischen können Besuchende das Erlebte vertiefen. Der Raum wird zudem für Sensibilisierungs-Workshops für Schulklassen, Erwachsene und Teams genutzt.
Mehrmals jährlich laden Spezialevents wie Lesung im Dunkeln oder Musik im Dunkeln zu besonderen Sinneserfahrungen ein. Der alle zwei Jahre stattfindende Museums-Samstag macht Kunst barrierefrei erlebbar, etwa durch Tastmöglichkeiten und Bildbeschreibungen. Auch Vernissagen und weitere öffentliche Anlässe, wie die Präsentation des Tastbilderbuchs Carlotta im Blindenmuseum, gehören zum vielfältigen Veranstaltungsprogramm.
Accès aux contenus
Barrierefreiheit steht im Zentrum des Museums. Der Mediaguide bietet verschiedene Zugänge für unterschiedliche Bedürfnisse: Audiodeskriptionen und ein Handlauf unterstützen blinde und sehbehinderte Menschen bei der Orientierung. Informationen können gleichzeitig gehört und ertastet werden, Wandtexte werden vorgelesen. Für Menschen mit Hörbehinderungen stehen induktive Hörschleifen bereit. Zudem gibt es eine Version in Leichter Sprache. Der Rundgang ist auf Deutsch, Französisch, Englisch und Italienisch verfügbar.
Accès architectural
Das Museum ist hindernisfrei gestaltet und kann von blinden und sehbehinderten Menschen dank Leitsystem, Handlauf und Audioinformationen selbstständig besucht werden. Es ist rollstuhlgängig und verfügt über eine barrierefreie Toilette. Kontrastreiche Gestaltung und eine ergonomische Einrichtung erleichtern die Orientierung. Wegbeschriebe auf der Website und Leitlinien vor Ort unterstützen die Anreise und den Besuch.
Offres d'emploi
Bei der Entwicklung der Ausstellungen wirkten neben Fachpersonen auch blinde und sehbehinderte Menschen mit. Zudem bietet das Museum Praktikumsplätze für Absolventinnen und Absolventen der Blindenschule an. So entstehen berufliche Perspektiven, während Gäste von persönlichen Erfahrungen aus erster Hand profitieren.
