Museum für Urgeschichte(n) Zug

Inklusiver Workshop für Vorschulkinder im Museum für Urgeschichte(n). © Seraina Zweifel.
Località: Zug
Membro della rete: dal 2026
Partenariato:
2018 - 2021 / 2022 - 2025
Sito internet: www.urgeschichte-zug.ch
Mit individuellen Angeboten passt sich das Museum für Urgeschichte(n) den Bedürfnissen seiner Gäste an. Das Veranstaltungsprogramm ist zuletzt um Führungen in Gebärdensprache und Workshops für Kinder mit kognitiver Beeinträchtigung erweitert worden. Die Dauerausstellung erlaubt den Zugang nach dem Mehrsinne-Prinzip: Hör-, Tast- und Sehsinn ergänzen einander in interaktiven Stationen und auf Tablets. Der Umbau des Museums mit einer neuen Dauerausstellung schafft voraussichtlich ab 2032 neue barrierefreie Zugänge im ganzen Museum.
Museum für Urgeschichte(n)
Das Museum für Urgeschichte(n) sammelt, erforscht und präsentiert die archäologischen Funde aus dem Kanton Zug. Die permanente Ausstellung befindet sich seit 1997 in einer ehemaligen Fabrikationshalle in Zug. Sie veranschaulicht den Alltag der Menschen von der Eiszeit bis zum Frühmittelalter mit lebensechten Szenerien und Modellen und mit archäologischen Fundobjekten aus der Region. Sonderausstellungen geben regelmässig Einblick in weitere archäologische Themen. Eine grosse Werkstatt ermöglicht es Schulklassen, urgeschichtliche Handwerkstechniken auszuprobieren, und lädt zum entdeckenden Lernen ein. Voraussichtlich ab Mitte 2028 wird das Museum totalsaniert und erhält eine neue Dauerausstellung. Die Wiedereröffnung ist für 2032 geplant.
Offerta culturale
Im Rahmenprogramm bietet das Museum für Urgeschichte(n) mit Führungen, Workshops und kulinarischen Angeboten Erlebnisse für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen an. In Zusammenarbeit mit Heilpädagoginnen entwickelte es massgeschneiderte Lösungen für Sonderschulen und integrative Schulklassen, die Anpassungen für Kinder mit kognitiven und physischen Beeinträchtigungen ermöglichen. An inklusiven Kindernachmittagen nehmen Kinder mit und ohne kognitive Beeinträchtigung teil. Die Angebote für Menschen mit Hörbehinderungen haben sich in den letzten Jahren etabliert. Unterschiedlichste Gruppen erhalten auf Anfrage ein individuell auf sie zugeschnittenes Programm.
Accesso ai contenuti
Nachbildungen von Originalfunden zum Berühren machen die Hands-on-Stationen in der Dauerausstellung mit unterschiedlichen Sinnen erlebbar. Texte in Brailleschrift vermitteln die Inhalte zudem an blinde Besuchende. Tablets mit Zusatzinformationen und Illustrationen zu den ausgestellten Epochen enthalten auch eine Hörfassung der Geschichten zu den Szenen in der Ausstellung. Für kleine und grosse Gäste mit kognitiven Einschränkungen verwendet das Vermittlungsteam Metacom-Symbole, die auch für die Kommunikation der Museumsregeln für Schulklassen genutzt werden. Die Symbole sollen zudem künftig in der neuen Dauerausstellung angewandt werden, beispielsweise als Hinweis «Berühren erlaubt». Die bisher gemachten Erfahrungen in der analogen und digitalen Vermittlung werden in der Konzeption der neuen Dauerausstellung berücksichtigt und ausgebaut.
Offerte di lavoro
Bei externen Produktionsaufträgen berücksichtigt das Museum regelmässig geschützte Werkstätten wie Stiftung ZUWEBE, ConSol Zug oder die Stiftung St. Jakob ZH. Im Kontakt mit Arbeitsintegrationsstellen prüft es Anfragen für Arbeitspraktika in verschiedenen Tätigkeitsfeldern und bietet nach Möglichkeit Hand bei der Wiedereingliederung. Es ist geplant, bei der Neukonzeption des Museums Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen als Fachpersonen beizuziehen.
Comunicazione
Die inklusiven Angebote des Museums werden in der Veranstaltungsagenda des Museums mit Piktogrammen gekennzeichnet. Zudem werden sie den entsprechenden Zielgruppen gezielt kommuniziert. Dazu hat das Museum sein Netzwerk im Bereich «Menschen mit Hörbehinderung» und «Kinder mit kognitiver Beeinträchtigung» kontinuierlich ausgebaut. Die Website wurde 2017 auf die Einhaltung des Standards WCAG 2.0 überprüft. 2021 wurde sie um eine Seite zum inklusiven Angebot erweitert. Spätestens mit der Erneuerung der Dauerausstellung wird die Website unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit von Grund auf neu konzipiert.
Articoli precedenti
Porträt, Interview & Bildgalerie (2018)
Museum für Urgeschichte(n) Zug, Zug
Das Porträt verdeutlicht, wie sich das Museum an den Bedürfnissen des Publikums orientiert. Im Interview sagt der Museumsleiter, wie er sein Haus noch zugänglicher machen will. Eine Fotoserie visualisiert, wie es das Museum schafft, Urgeschichte ins Heute zu bringen.

















