navigieren auf Kultur inklusiv

Handlungsfeld 1: Kulturelles Angebot:

In den inklusiven Zirkuswochen des Theaterzirkus Wunderplunder in Burgdorf werden alle zu Zirkusartisten auf der Bühne – ob mit oder ohne Behinderungen, ob Jung oder Alt.

Der Theaterzirkus Wunderplunder

ist eine Traumfabrik für alle Menschen,

ob mit oder ohne Behinderungen.

Seit über 30 Jahren wird Inklusion

hier selbstverständlich gelebt. 

Handlungsfeld 2: Inhaltlicher Zugang:

Das Zentrum Paul Klee in Bern erleichtert mit seinem Audioguide in Leichter Sprache Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen oder mit wenig Deutschkenntnissen den Zugang zur Kunst.

Inklusion ist Teil unseres Leitbilds

und in unserem Betriebsalltag verankert.

Sie ist zugleich Auftrag und Investition –

in eine vielversprechende Zukunft. 

Handlungsfeld 3: Baulicher Zugang:

Die Hochschule der Künste Bern HKB bemüht sich um einen inklusiven Zugang zu ihren Studienangeboten – die Atelierräume an der Fellerstrasse sind weitestgehend baulich hindernisfrei zugänglich.  

Als Kunsthochschule beschäftigen

wir uns intensiv und kritisch mit 

gesellschaftlichem Normendenken.

Deshalb ist es naheliegend, Studierende 

mit und ohne Behinderungen 

gemeinsam auszubilden.

Handlungsfeld 4: Arbeitsangebote:

Das Berner Theaterfestival auawirleben möchte Vielfalt und Inklusion fördern. 2016 unterstützte die gehörlose Praktikantin Cornelia Knuchel (links) das Team im Betriebsbüro und am Festival. 

Unsere inhaltlichen Interessen

und somit auch die Festivalthemen

drehen sich immer wieder um Fragen

nach Normierung und Toleranz,

nach Ausschluss und Verbundenheit.

Handlungsfeld 5: Kommunikation:

Eine gut lesbare elektronische Anzeigetafel im Eingangsbereich des Rüttihubelbad in Walkringen informiert in Grossschrift und mit Bildern über aktuelle Kulturveranstaltungen und Kursangebote.

Für einen hindernisfreien Zugang

zu unseren Kulturanlässen und

Bildungsveranstaltungen und einen

respektvollen Umgang miteinander:

Dafür engagieren wir uns.

Handlungsfeld 1: Kulturelles Angebot:

Im partizipativen Projekt «Düfte sammeln» (2016) kuratierte eine inklusive Laien-Gruppe eine Ausstellung zum Thema Duft aus den Sammlungsbeständen des Kunstmuseum Thun.  

Inklusion ist ein Weg ständigen

Lernens mit Scheitern und

zauberhaften Momenten, der

in partizipativen Projekten 

am überzeugendsten von uns

begangen werden kann.

Handlungsfeld 2: Inhaltlicher Zugang:

Die Thunerseespiele bemühen sich um einen hindernisfreien Zugang zu ihren Abendvorstellungen: Seit 2012 haben sie eine Induktionsschleife für Besuchende mit Hörgerät, 2016 boten sie zudem zum ersten Mal Audiodeskriptionen für eine Musicalvorstellung an.

Die inklusive Kultur ist ein Mehrwert

für alle: künstlerisch, sozial – und auch

gesellschaftlich, wenn wir von

einer Vorreiterfunktion der Kultur

für andere Bereiche ausgehen. 

Handlungsfeld 3: Baulicher Zugang:

Die Biennale BewegGrund. Das Festival in Bern präsentiert inklusive Tanzproduktionen und Community Dance Gruppen. Der Zugang vor und hinter den Kulissen ist ein wichtiger Aspekt des Festivals.

In der inklusiven Zusammenarbeit 

mit Veranstaltenden und mit

Künstlerinnen und Künstlern wird 

immer wieder der Handlungsbedarf sichtbar. Aber auch der Mehrwert, 

für alle. 

Handlungsfeld 4: Arbeitsangebote:

Das Theater Frei_Raum in Bern ist ein inklusives Ensemble des Kollektivs Frei_Raum. Die festen und entlöhnten Ensemble-Mitglieder sind Bühnenakteure mit und ohne Behinderungen.

Die Bühne ist ein Medium, das Inhalte transportiert, Fragen aufwirft 

und Normen hinterfragt. Weil ich die Bühne als eine Art Abbild unserer 

Gesellschaft sehe, gehören dort auch Kunstschaffende 

mit Besonderheiten hin. 

Handlungsfeld 5: Kommunikation:

Das Berner Lesefest Aprillen engagierte die blinde Autorin, Journalistin und Moderatorin Yvonn Scherrer als Botschafterin. Sie sensibilisierte auf mehreren Ebenen für die inklusive Kultur (2016). 

Yvonn Scherrer als Botschafterin

für Aprillen gewonnen zu haben,

bedeutet, eine Fachperson an der

Seite zu haben, die Dinge hört, 

die andere nicht sehen.

Handlungsfeld 1: Kulturelles Angebot:

BewegGrund in Bern steht für inklusives Tanzschaffen. In «Tanzlied» (2016) tanzen professionelle Tanzschaffende und Laien mit und ohne Behinderungen unter professioneller Leitung.

Wenn man sich auf bestimmte

Körper reduziert, verliert man viel

Wahrheit und Ausdruckskraft.

Behinderung bereichert und

schliesst Virtuosität nicht aus.

Handlungsfeld 2: Inhaltlicher Zugang:

Das Kindermuseum Creaviva im Zentrum Paul Klee in Bern fördert inklusive Kunstvermittlung nach dem Mehr-Sinne-Prinzip. Das Ertasten von Kunst ist ein hindernisfreier und spannender Zugang.

Kunstmuseen werden aus Tradition

als Orte für ein exklusives Publikum

betrachtet. Dies aufzubrechen und

die Inklusion als Mehrwert erlebbar

zu machen, ist eines unserer Ziele.

Handlungsfeld 3: Baulicher Zugang:

Das Kulturzentrum Heitere Fahne in Wabern bei Bern steht für gelebte Vielfalt vor und hinter den Kulissen. Mit pragmatischen Lösungen bemüht es sich um einen hindernisfreien baulichen Zugang.

Der Umgang mit künstlerischen

Spielräumen, unkonventionellen

Arbeitsprozessen und innovativen

Zugangsmöglichkeiten ist für uns 

Herausforderung und Motivation.

Handlungsfeld 4: Arbeitsangebote:

Inklusiver Band-Unterricht als kulturelle Freizeitgestaltung – einmal pro Woche treffen sich die «Altstadtmusikanten» im Konsi Bern, um für ihren öffentlichen Auftritt zu proben.

Aktives Musizieren ist eine Chance,

das Leben lustvoll zu gestalten. 

Das gilt auch für Menschen mit einer

Behinderung. Deswegen liegt uns deren 

Einbezug sehr am Herzen.

Handlungsfeld 5: Kommunikation:

Das wildwuchs Festival in Basel kommuniziert inklusiv und barrierefrei. Das Programmheft informiert über die Haltung und die Zugänglichkeit des inklusiven Festivals – und zwar in Einfacher Sprache. 

Zugänglichkeit fördert Begegnung.

Uns reizt die Möglichkeit,

Kultur als ein Verständigungsmittel,

als eine Begegnungsplattform für

alle interessierten Menschen zu nutzen. 

Handlungsfeld 1: Kulturelles Angebot:

cinedolcevita in Bern, Biel, Thun und Solothurn ist Kino für Seniorinnen und Senioren: Das Filmprogramm wird von der Gründerin und Seniorin Eva Furrer (links unten) kuratiert, und bei Bedarf auch vermittelt. 

cinedolcevita will informieren,

inspirieren, manchmal auch herausfordern. Wo, wenn nicht im Film, 

erlebt man die menschlichsten Momente

aus der Ferne und doch hautnah.

Filme können Leben verändern.

Handlungsfeld 2: Inhaltlicher Zugang:

Am Thuner Literaturfestival Literaare werden Autorenlesungen in Gebärdensprache verdolmetscht, damit Hörende und Gehörlose gemeinsam an den Veranstaltungen teilnehmen können.  

Lesungen in Gebärdensprache

sind auch für das hörende Publikum

eine Bereicherung. Uns fasziniert,

wie sich diese visuelle Tonspur

auf der Literatur-Bühne auswirkt.

Handlungsfeld 3: Baulicher Zugang:

Der Erweiterungsbau des Thun-Panorama mit dem Sonderausstellungs- und Veranstaltungsraum ist rollstuhlgängig. Der sanierte Rundbau mit Panoramabild ist teilweise zugänglich.

Das Thuner Panoramagemälde

ist für alle zugänglich. Bauliche

Hindernisse gleichen wir durch 

alternative Zugänge aus – etwa

detaillierte Bildbeschreibungen 

auf Audioguide oder Tablet.

Über das Label

Das Label «Kultur inklusiv» setzt sich nachhaltig für eine inklusive Kultur in der Schweiz ein. Es fördert die inklusive Haltung und möglichst hindernisfreie Zugänglichkeit von immer mehr Kulturinstitutionen. 

Die Labelträger

Das Label «Kultur inklusiv»
wird von interessierten Kulturinstitutionen aller Grössen und aller Sparten getragen, die sich nachhaltig und längerfristig für die Inklusion einsetzen.

Handlungsfelder

Alle Labelträger setzen individuell festgelegte inklusive Massnahmen in allen fünf Handlungsfeldern
des Labels um. Das übergeordnete Ziel der Partnerschaften ist die ganzheitliche inklusive Haltung der Kulturinstitutionen. 

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